Projekte zu AIDS in Zimbabwe

ein Beispiel: der Mashambanzou Care Trust

Der zwölfjährige Elvis sitzt erschöpft unter dem Schatten eines Vordachs, sein Körper ist ausgemergelt, das Gesicht ist eingefallen. Elvis hat AIDS, er wurde bereits vor seiner Geburt oder als Kleinkind über seine Mutter infiziert.

Elvis Mutter ist seit vielen Jahren tot, sein Vater starb noch vor seiner Geburt. Elvis ist mit seinem Schicksal nicht alleine. Zimbabwe gehört zu den am schwersten von AIDS heimgesuchten Ländern der Welt. Etwa ein Drittel der erwachsenen Zimbabwerinnen und Zimbabwer, so offizielle Schätzungen, tragen das HI-Virus in sich. Das staatliche Gesundheitssystem ist völlig überlastet, die Armut wird immer weiter vorangetrieben.

Seit dem Tod der Mutter lebt Elvis bei einer Großtante. Die über achtzig-jährige Frau kümmert sich neben Elvis noch um sechs weitere Waisenkinder. Die Familie ist arm. Schulgebühren kann für keines der Kinder bezahlt werden und oft gehen die Kinder mit leerem Magen zu Bett.

Obwohl die zimbabwische Regierung in den letzten Jahren ihre Aktivitäten im Bereich der AIDS-Prävention und -Intervention deutlich intensiviert hat, reichen die Anstrengungen bei Weitem noch nicht aus, um angemessen auf die Epidemie und ihre Folgen zu reagieren. Aufgrund dieses Notstands haben in den letzten zwei Jahrzehnten Menschen und Gemeinden beeindruckende Initiativen und Projekte auf die Beine gestellt.

Eines davon ist der Mashambanzou Care Trust. In den Randgebieten von Harare kümmert er sich um AIDS-Kranke und ihre Familien. Freiwillige Helferinnen und Helfer suchen die Kranken zu Hause auf, pflegen sie und versorgen sie mit Basismedikation.


Die Familienmitglieder erhalten psychologischen Beistand und Unterstützung. Besonders arme Familien bekommen zudem Lebensmittelhilfen.

Für Menschen, die nicht in ihren Familien sterben können, unterhält Mashambanzou ein Hospiz.

Auch die Kosten für die Schulgebühren und die Schuluniformen der Waisenkinder trägt der Mashambanzou Care Trust. Ohne diese Unterstützung hätten die Kinder keine Möglichkeit, die Schule zu besuchen. Ältere Jugendliche können bei Mashambanzou eine Ausbildung machen, um bessere Chancen auf Arbeit zu haben.



Elvis benötigt aufgrund des weit fortgeschrittenen Stadiums seiner Krankheit eine besonders ausgewogene Ernährung und umfassende medizinische Versorgung. Ohne die Unterstützung einer AIDS-Organisation konnte sich das seine Familie nicht leisten.

Seit Elvis jedoch in das Unterstützungsprogramm der Organisation aufgenommen wurde, erhält er drei Mahlzeiten am Tag. Auch regelmäßige Arztbesuche werden ihm ermöglicht. Für Elvis gibt es keine Aussicht auf Genesung, aber durch die ausgewogene Ernährung und die Grundversorgung mit Medikamenten hat sich sein Gesundheitszustand deutlich verbessert und unnötige Schmerzen konnten ihm erspart werden.

Der Mashambanzou Care Trust wird im Rahmen der Städtepartnerschaft seit Jahren von München unterstützt, sowohl durch Geldspenden als auch durch ehrenamtliche Mitarbeit von HaMuPa-Mitgliedern.

Wenn Sie mehr Informationen über Mashambanzou erhalten wollen, wenden Sie sich an das Nord Süd Forum München.

Katharina Rosinger

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