Aktueller Schwerpunkt der Kampagne

Ausbeuterische Kinderarbeit in der Natursteinindustrie

Mehr als die Hälfte aller Grab- und Natursteine, die heute in Deutschland verkauft werden, sind Importe aus Indien oder China. Die Arbeitsbedingungen in den Jugendliche Arbeiter in einem Steinbruch, der Granit für den europäischen Markt produziert (www.xertifix.de) (c) xertifixmeisten indischen und chinesischen Steinbrüchen sind jedoch katastrophal. In der indischen Branche gibt es zudem einen hohen Anteil von ausbeuterischer Kinderarbeit unter schlimmsten Bedingungen:

„Ohrenbetäubender Lärm hallt von den Felswänden. Der Staub macht das Atmen zur Qual, verklebt die Augen, verstopft die Lungen. Die sengende Hitze im Steinbruch ist kaum auszuhalten. Wer hier arbeitet, leistet Schwerstarbeit. In Lumpen gekleidet, barfuss und ohne Mundschutz bearbeiten auch Kinder die Steine. Es braucht die Kraft von mehreren, um den 45 Kilogramm schweren Presslufthammer halten und tiefe Sprenglöcher in das Gestein bohren zu können.“
(www.xertifix.de)

Diese Kinder produzieren Schotter für den indischen Straßen- und Hausbau (www.xertix.de). (c) xertifixDie Lebenserwartung der Kinder liegt bei 35 Jahren. Ihre Eltern sind oft Schuldknechte, die zu den Ärmsten der Armen gehören und selbst ausgebeutet werden.Kinderarbeit widerspricht UN-Konventionen und ist in Indien offiziell verboten - dennoch gibt es sie.

Ihre Bekämpfung ist nicht nur Sache der indischen Behörden und Unternehmen, sondern sie betrifft auch uns, denn diese Steine werden tagtäglich in Deutschland gekauft.

Lesen Sie mehr zu den Anwendungsgebieten von Natursteinen…


Die Kampagne in München
„Für Grabsteine ohne ausbeuterische Kinderarbeit“ ist der aktuelle Schwerpunkt der bereits mehrjährigen Kampagne „made by Kinderhand - München gegen Protestfoto des Nord Süd Forums vor der Firma des klagenden Steinmetz in München.(c) Nord Süd Forumausbeuterische Kinderarbeit“ des Nord Süd Forum München e.V. Um die Problematik der Arbeitsbedingungen vor allem in indischen Steinbrüchen in München bekannter zu machen und daran mitzuwirken, dass bald keine Steine aus ausbeuterischer Kinderarbeit mehr auf Münchnens Friedhöfen stehen, haben wir öffentliche Aktionen und eine Veranstaltung durchgeführt, Broschüren und Stellungnahmen herausgegeben. Auch ein offenen Brief an den Vorsitzenden der All India Granites  Stone Association (AIGSA) haben wir geschrieben.

Die Stadt München hat 2002 als erste Stadt bundesweit den Beschluss gefasst, selbst keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit mehr zu kaufen. Diese Verpflichtung gilt auch für Natursteine aus Indien und China. Zusätzlich versuchte die Stadt München mit einer Änderung der Friedhofssatzung 2007 zu erreichen, dass nur noch „saubere“ Grabsteine – also nachweislich ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt - stehen dürfen. Dies wurde von vielen Münchnern und der Steinmetz- und Steinbildhauer-Innung München-Oberbayern begrüßt. Doch ein Münchner Steinmetz, der nicht Innungsmitglied ist, klagte erfolgreich gegen die Änderung der Friedhofssatzung. Nun dürfen auf Münchner Friedhöfen wieder alle Arten von Grabsteinen aufgestellt werden, auch solche aus Asien, bei denen ausbeuterische Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden kann. (Lesen Sie unsere Stellungnahme zur Klage und dem Urteil der Münchner Grabsteinklage.)

Die Möglichkeit von Kommunen, sich im Rahmen der Ausgestaltung lokaler Satzungen für die Einhaltung internationaler Vereinbarungen einzusetzten, sind noch unzureichend. Hier ist dringender Handlungsbedarf beim Gesetzgeber, damit die Gemeinden in unserer globalisierten Welt sozial und ethisch verantwortlich begegnen können. Die Stadtratsfraktionen der Grünen und der CSU haben hierfür bereits entsprechende Anträge an die Landesregierung gestellt. Bis dahin müssen wir als Kunden nicht warten. Denn jede/r von uns kann beim Einkauf von Natur- und Grabsteinen Siegel beachten, auf Produktinformationen bestehen und öffentlich Position beziehen.

Seien Sie kritisch beim Kauf von Natur- und Grabsteinen
Jede einzelne Kaufentscheidung zählt, beachten Sie deshalb unsere Empfehlungen für den Kauf von Natur- und Grabsteinen…

Machen Sie Ihre Meinung deutlich
Schreiben Sie einen unterstützenden Brief an
den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München und
die Steinmetz- und Steinbildhauer-Innung München-Oberbayern.
Broschüre
Verpflichten Sie sich selbst
Folgen Sie dem guten Beispiel der Stadt und verpflichten Sie sich selbst, Natursteine nur aus regionaler Produktion oder mit anerkanntem Siegel zu kaufen. Wenn Sie möchten, können Sie dafür unseren Vorlage „Anordnung für mein Begräbnis“ nützen oder selbst einen geeigneten Text verfassen.


Download der neuen Broschüre "Für Grabsteine ohne ausbeuterische Kinderarbeit" (234 KB, PDF)

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  • Gedruckt von: www.nordsuedforum.de/made_by_kinderhand/aktivitaeten/schwerpunkt.shtml
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21.05.12 Mo Mitgliedsversammlung
22.05.12 Di Informationsveranstaltung: Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik: Forderungen des 'Agrarbündnis Bayern'
07.06.12 Do „Espirito de Porco – der Geist des Schweins“ Filmvorführung mit anschließendem Filmgespräch
12.06.12 Di Unser Fleisch macht Hunger
24.06.12 So Infobörse: Hinaus in die Welt

Auszeichnung Offizieller Einzelbeitrag 2009/2010 der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Infobörse "Hinaus in die Welt"

Auszeichnung Offizielles Projekt 2005/2006 der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Kampagne "made by kinderhand"

Bundesweite Auszeichnung "Global vernetzt - lokal aktiv"


Auszeichnung Kommunale Agenda 21

Bildung für nachhaltige Entwicklung

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