Spielwaren und Bälle

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Spielzeug
Spielzeug hat mit Freude, leuchtenden Kinderaugen und Liebe zu tun. Allzu leicht lässt man sich jedoch von den geschickt platzierten "kleinen Überraschungen" dazu verleiten,
schnell die Kinder abzulenken und ruhig zu stellen. Die große Überraschung folgt, sieht man sich die Herstellungsbedingungen an.

Fast 50 % des hier verkauften Spielzeugs kommen aktuell aus China. Extrem niedrige Löhne, Überausbeutung der ArbeiterInnen in den Fabriken und ausbeuterische Kinderarbeit stecken in diesen Geschenken.

Alternativen
Es gibt viel Druck durch die Kampagne "fair spielt" für faire Regeln in der Spielzeugproduktion. Der Weltverband der Spielzeugindustrie (International Council of Toy Industries, ICTI) hat einen gleichnamigen Verhaltenskodex entwickelt,
der u.a. Kinderarbeit verbietet.
Man kann sich beim Hersteller erkundigen, wo er produzieren lässt und ob er sich erkennbar bei seinen Lieferanten für vernünftige Arbeitsbedingungen einsetzt.
Unter www.woek.de geben veröffentlichte Firmenübersichten Auskunft.


Bälle
Rund 70 % der Weltmarktproduktion an genähten (Fuß-)Bällen kommen aus Pakistan (Region Sialkot), egal ob Billigprodukt oder mit Markennamen.

Hungerlöhne und Kinderarbeit stehen in direktem Zusammenhang. 690 Nadelstiche von Hand sind notwendig, um die 32 Teile eines Balles zusammen zu nähen; bei täglich zehn Stunden Arbeit schaffen die NäherInnen ca. zwei Bälle am Tag. Dafür bekommen sie etwa einen Euro: Kinder müssen zum Familienunterhalt beitragen. Auf öffentlichen Druck wurden zwar in einigen Nähzentren Kinder ausgesperrt - an der miserablen Einkommenslage änderte sich jedoch nichts. Pure Existenznot zwingt Kinder dazu, sich in anderen oft noch schlechteren Bereichen zu verdingen, so z. B. bei der Herstellung von Skalpellen und anderen OP-Instrumenten.

Große Firmen wie Adidas umgehen indes den "Faktor Mensch", indem sie Bälle maschinell noch billiger herstellen lassen. Für den WM-Ball der Marke "Teamgeist" liegen die Produktionskosten bei ca. 50 Cent, der Verkaufspreis bei 110 Euro. Es wäre so einfach, angesichts solcher immensen Gewinnspannen den Arbeiterinnen und Arbeitern einen Existenz sichernden Lohn zu zahlen.

Alternativen
Die gepa (Weltläden) brachte bereits 1998 mit ihrem
Handelspartner Talon Sports aus Sialkot als Erste den fairen
Ball ins Rollen. Das bedeutet für die Näherinnen und Näher:

  • Höhere Stücklöhne für faire Bälle (74% mehr)
  • Bessere Ausbildungschancen für Kinder
  • Gesundheitszentren für die ganze Familie
  • Vergabe von Kleinkrediten zur Existenzgründung
  • Frauennähzentren als Hilfe in muslimisch geprägten
    Ländern


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Folgende Geschäfte verkaufen Spielzeug ohne ausbeuterische Kinderarbeit
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12.06.12 Di Unser Fleisch macht Hunger
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Auszeichnung Offizieller Einzelbeitrag 2009/2010 der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Infobörse "Hinaus in die Welt"

Auszeichnung Offizielles Projekt 2005/2006 der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Kampagne "made by kinderhand"

Bundesweite Auszeichnung "Global vernetzt - lokal aktiv"


Auszeichnung Kommunale Agenda 21

Bildung für nachhaltige Entwicklung

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