Textilien

Zwölf Kilo Kleidung kauft sich jede/r Deutsche pro Jahr im Durchschnitt. Dabei ist uns oft kaum bewusst, welche globalen Missstände darin eingewoben sind: Von der Baumwollherstellung über die Textilfärbung bis hin zur Fertigung in Nähfabriken leiden Mensch und Umwelt.
Kleidung und Globalisierung: An keinem anderen Produkt wird so deutlich, wie große Konzerne wie Nike, Adidas oder Tchibo Strukturen verändert haben. Heute vergibt man Aufträge in das Ausland, zersplittert in einzelne Produktionsschritte (Baumwolle aus USA oder China, gewebt in Bangladesh, gefärbt in Indien, zusammengenäht in China, designed in Italien). Der Grund: weniger Umweltauflagen, kaum Arbeitnehmerrechte. Die Zulieferbetriebe geben den harten Druck an die Arbeiterinnen weiter: 14 Stunden täglich, sieben Tage die Woche, ohne Krankenversicherung, ohne Arbeitsvertrag in einer stickigen Halle, von Aufsehern drangsaliert und schikaniert, schuften zumeist junge Mädchen und Frauen als Näherinnen für einen Hungerlohn. Die Maxime, noch billiger produzieren zu lassen, steht hinter allem.
Bei der Baumwollherstellung wird gentechnisch verändertes Saatgut eingesetzt, der Pestizidverbrauch ist enorm. In Südindien kann oftmals an der Farbe der Flüsse abgelesen werden, welche Farben in der kommenden Modesaison in Europa vorherrschen.

Alternativen
Die Clean Clothes Campaign, ein Zusammenschluss globalisierungskritischer Initiativen in Europa, kurz CCC, kämpft seit 1992 für "saubere" Kleidung, die unter Achtung der Arbeitnehmerrechte hergestellt wird. Aufgrund der Kampagne geben immer mehr der großen Markenhersteller an, sich an Mindeststandards zu halten. Problematisch ist jedoch, deren Einhaltung zu überprüfen, vor allem in sogenannten Freihandelszonen.
Infos unter: www.saubere-kleidung.de

Statt auf Discounter-Preisangebote hereinzufallen, hilft es, tatsächlich wieder mehr auf Qualität zu achten. Das fängt mit einer soliden Beratungsmöglichkeit im Einzelhandel an, wo auch über Produktionsbedingungen informiert wird. Entscheidend ist, wie lange ein Kleidungsstück tragbar bleibt.

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Auszeichnung Offizielles Projekt 2005/2006 der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Kampagne "made by kinderhand"

Bundesweite Auszeichnung "Global vernetzt - lokal aktiv"


Auszeichnung Kommunale Agenda 21

Bildung für nachhaltige Entwicklung

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