FairWertung von Altkleidern
Die Kampagne FairWertung von Altkleidern in München wurde 1997 vom Nord Süd Forum gestartet. Gemeinsam mit der Agendakoordiantion EineWelt (Agenda 21) und VertreterInnen der Stadtverwaltung konnten die wesentlichen Ziele der Kampagne im Laufe der Jahre erreicht werden. Die erfolgreiche Umsetzung des Projekts hatte für andere Städte und Gemeinden eine Vorbildfunktion und hat mittlerweile viele Nachahmer gefunden.
Warum diese Kampagne?
Ziel
Erfolg
Tipps zum Mitmachen
Links
Warum diese Kampagne?
Nach wie vor spenden einige Münchner Bürger ihre Altkleider in dem guten Glauben, dass diese Bedürftigen zugute kämen. Tatsächlich landen die Altkleider fast ausschließlich in den Händen kommerzieller Händler, selbst wenn im Namen von karitativen Organisationen gesammelt wird. Besonders problematisch sind illegaler Müllexport und die Exporte in Entwicklungsländer. Vor allem in den 90erJahren hatten viele afrikanische Länder mit massiven negativen Auswirkungen auf ihre einheimische Textilindustrie zu kämpfen, da diese gegen kostenlos in Europa gesammelte Altkleider nicht konkurrieren konnte.
Ziel der Kampagne
Von Münchner Altkleidern soll kein Schaden für die EineWelt ausgehen.
Neuregelung der Münchner Altkleidersammlung und -verwertung mit dem Ziel einer stadtweiten Fairwertung von Altkleidern, die sozial und ökologisch nachhaltig ist.
Erfolg der Kampagne
Faire Altkleidersammlung auf Münchner Wertstoffhöfen:
Angestoßen vom Nord Süd Forum im Rahmen des Agenda 21-Prozesses gelang 1999 eine stadtweite Neuregelung der Altkleidersammlung in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, karitativen Organisationen und gewerblichen Sammlern: Auf den zwölf Münchner Wertstoffhöfen stehen nun Container von „Aktion Hoffnung“, einer gemeinnützigen Organisation, die unter dem Siegel und nach den Kriterien von FairWertung e.V. sammelt und verwertet. Aktion Hoffnung betreibt ein eigenes Sortierwerk in Ettringen und setzt dort Langzeitarbeitslose ein. Ein Teil der Altkleider wird kostenlos an Bedürftige abgegeben, ein Teil in zwei eigenen Secondhand-Läden verkauft. Die Transportwege werden somit drastisch verringert, es treten keine Schäden in Entwicklungsländern auf und die Gewinne kommen gemeinnützigen Projekten zugute.
Darüber hinaus wurde die Kleidertauschbörse vom Nord Süd Forum initiiert. Viermal im Jahr treffen sich Münchner und Münchnerinnen im EineWeltHaus, um gut erhaltene Altkleider kostenlos auszutauschen. Also eine echte ethisch-ökologische Alternative! Beliebtheit und Bekanntheitsgrad der Veranstaltung haben stetig zugenommen, so dass die Räume des EineWeltHaus beim Kleidertausch heute buchstäblich aus allen Nähten platzen. Der Kleidertausch ist inzwischen fester Programmpunkt des EineWeltHaus München.
Tipps zum Mitmachen
• Sie können bereits beim Kauf auf Qualität und Sortenreinheit achten und somit die anfallenden Altkleiderberge verkleinern, Ressourcen schonen, Chemie auf der Haut reduzieren sowie das Recyceln erleichtern;
• Öfter mal im Secondhand-Laden stöbern;
Links
FairWertung e.V
Aktion Hoffnung
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Auszeichnung Offizieller Einzelbeitrag 2009/2010 der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Infobörse "Hinaus in die Welt"
Auszeichnung Offizielles Projekt 2005/2006 der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Kampagne "made by kinderhand"
Bundesweite Auszeichnung "Global vernetzt - lokal aktiv"
Auszeichnung Kommunale Agenda 21
