Demonstration für ein freies Afrin

Print Friendly, PDF & Email

Unter Bruch des Völkerrechts sind türkische Truppen gemeinsam mit tausenden Dschihadisten und islamistischen Söldnern in Afrin einmarschiert. Zuvor hatten türkische Kampfjets wochenlang den Kanton in Nordsyrien bombardiert, hunderte Zivilisten getötet und tausende Kurdinnen und Kurden in die Flucht getrieben. Deutsche Leopardpanzer kontrollieren jetzt die Straßen von Afrin und schützen die mordenden und plündernden islamistischen Terrorgruppen.

Bereits kurz nach der türkischen Invasion in Afrin, hatte Erdogan angekündigt, Nordsyrien bis zur irakischen Grenze „von Terroristen zu säubern“. Terroristen sind für Erdogan neben den Verteidigungseinheiten der YPG und der YPJ, die erfolgreich den IS vertrieben haben, alle Kurdinnen und Kurden, die in den syrischen Kantonen Afrin und Kobane selbstverwaltete, demokratische Strukturen aufgebaut haben.

Seit mehr als 30 Jahren führt der türkische Staat einen blutigen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung. Unterstützt werden sie dabei mit deutschen Kampfpanzern und weiterem Sortiment der deutschen Rüstungsindustrie. Die engen Beziehungen zum NATO-Partner Türkei, die Hilfe bei der Flüchtlingsabwehr, sowie die Waffengeschäfte sind der Bundesregierung wichtiger als die Beachtung des Menschen- und Völkerrechts.

Deshalb unterstützen wir den Aufruf des MünchnerBündnis gegen Krieg und Rassismus zur Demonstration am Samstag, den 21.April 2018 um 14 Uhr auf dem Marienplatz für den Rückzug der türkischen Invasoren und die  sofortige Einstellung aller Waffenlieferungen gegen die Türkei.

Ähnliche Beiträge

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.