Den Planeten retten – Ein Grußwort aus Peru

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Das Grußwort von Imperita, einer Organisation der indigenen Gemeinschaft der Ashánika und Partnerorganisation unseres Arbeitskreises München – Asháninka, ist nun schon einige Wochen alt, aber immer noch aktuell. Auch in Anbetracht der katastrophalen Waldbrände im amazonischen Regenwald Brasiliens steht die grüne Lunge vor dem Kollaps – die Weltgemeinschaft muss jetzt entschieden und langfristig handeln, sonst war’s das sehr bald mit dem lebenswerten Leben auf dem Planeten Erde. Aber lest, was die Vertreter*innen der Asháninka dazu zu sagen haben:

Satipo, 1. August 2019

Den Planeten retten

Liebe Freundinnen und Freunde in München / Deutschland,

wir, im zentralen Regenwald Perus / Südamerika, erfuhren von unseren Freunden der KlimaBündnis-Arbeitsgruppe München – Asháninka, dass Eure Wirtschafts- und Politikverantwortlichen das Problem, das unseren Planeten so drückt, nicht ernst nehmen. Dasselbe erleben wir hier in Peru.

Wir haben aber auch von den Kämpfen wie im Hambacher Forst für einen Stopp des Kohleabbaus und von den Jugendlichen erfahren, die  jeden Freitag für eine gesunde und gerechte Zukunft demonstrieren.

Wir sehen, dass Euer Kampf in dieselbe Richtung geht wie unserer, der sich gegen die Zerstörung unserer amazonischen Regenwälder und das Leben in ihnen richtet, weshalb wir vor allem mit Mädchen und Jungen besonders daran arbeiten, dass ihnen die Bedeutung des Waldes für das Leben auf dem Planeten bewusst ist. Wir sagen: Ohne Wälder kein Leben.

Für uns indigene Völker ist der amazonische Regenwald alles, wir leben in und von ihm; er ernährt uns und wir müssen ihn bedingungslos schützen und pflegen als ein weiteres Wesen, dessen Teil wir ja sind.

Gegenwärtig wird ein Großteil der amazonischen Wälder vernichtet, für Erdölförderung, für Ölpalmen, Cocapflanzungen für die (illegale) Kokainherstellung, Ananas, Ingwer – für Lebensmittel, die in der Regel exportiert werden; für Goldgewinnung oder Holzgeschäfte – in der Regel illegal. Dabei gilt: der Reichtum geht, die Armut bleibt.

Wir schlagen Euch deshalb vor, in Eure Forderungen zur Rettung des Planeten (wir sagen: Mutter Natur) aufzunehmen, dass die Politik mit klaren Handlungsanweisungen den Konsum von Gütern verhindern, die den amazonischen Regenwald zerstören. Es ist Zeit zu handeln, wenn wir unsere Wälder und den Planeten retten wollen, die durch falsches Konsumverhalten des Menschen vernichtet werden.

Freundliche Grüße,

für das Team von Imperita: Jhenny Muñoz

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