Spendenaufruf: Asháninka vor Corona schützen

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Die peruanische Regierung hat wegen des neuen Coronavirus über das gesamte Land den Ausnahmezustand und eine Ausgangssperre verhängt. Das betrifft auch Amazonien, das Regenwaldgebiet, das die meiste Fläche des Landes ausmacht. Das größte dort lebende Volk sind mit rund 90.000 Personen die Asháninka. Sie leben unter anderem in der Provinz Satipo. Von dort kam ein Hilferuf mehrerer Asháninkaorganisationen.

Sie haben per Funk und Internet die Bevölkerung der Provinz über den neuen Virus informiert. Zum jetzigen Zeitpunkt sind dort keine Erkrankungen bekannt. Die Organisationen wollen erreichen, dass die Regenwaldbevölkerung geschützt wird. Sie haben höchste Alarmstufe ausgerufen und verhindern vorübergehend, dass Fremde von außen in die Dorfgemeinschaften gelangen. Denn das wäre für die Asháninka fatal:

Erstens wegen der größeren Anfälligkeit der Indigenen gegen Viruserkrankungen, zweitens sind die Gesundheitsposten nicht im mindesten für den Ausbruch der Seuche gerüstet oder ausgestattet, und drittens ist das einzige Krankenhaus der Provinz chronisch überfüllt und weist deshalb Menschen auch ab.

FECONACA (ein Verbund von Dörfern), die kleine Initiative Imperita und engagierte Einzelpersonen (Uni-Prof. etc.) planen, eine Lebensmittelbrücke zu den Regenwaldsiedlungen herzustellen, damit Ansteckungen vermieden werden können, ohne die Existenzgrundlage der Menschen dort zu gefährden.

In der Provinz bringen die Menschen aus den Ortschaften normalerweise ihre Erzeugnisse wie Kakao in die Städte zum Verkauf. Den Erlös daraus verwenden sie, um ihrerseits Nahrungsmittel zuzukaufen: Reis, Salz, Nudeln.

Um diesen Handel vorübergehend zu konzentrieren und einen Lieferdienst (in beide Richtungen) zu organisieren, bitten die Organisationen um kurzfristige und überbrückende Übernahme von Lebensmittelkosten. Damit soll verhindert werden, dass die Familien in die Städte gehen müssen – was sie jetzt auch gar nicht dürfen – und sich dort anstecken.

Der Arbeitskreis München – Asháninka wurde gebeten, wieder als Partner zu fungieren und eine Überbrückungshilfe in Form von einmaligen Finanzmitteln zu organisieren. Der Arbeitskreis München – Asháninka ruft deshalb hiermit zu einer Spende auf, um mitzuhelfen, durch die Handelsbrücke die  Ansteckungsgefahr für die Asháninka zu minimieren.

Der gemeinnützige Verein Nord Süd Forum München e.V. hat sich bereit erklärt, die Spenden entgegenzunehmen, zu verwalten, zu 100 % an die Organisationen in Peru weiterzureichen und über die Verwendung der Gelder zu informieren.

Kontonummer: Nord Süd Forum München e.V.

Bank für Sozialwirtschaft, München (BfS)

IBAN DE 29 7002 0500 0008 833100

BFSWDE33MUE

Bitte Stichwort angeben: Spende Ashaninka Corona Regenwald

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