Die Mentawai, Hüter des Waldes – Ein Volk im Wandel

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Das indigene Volk der Mentawai lebt auf einer Inselgruppe vor Sumatra in Indonesien.

Durch die relative Unzugänglichkeit der Inseln lebten sie bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts vollkommen abgeschieden vom Rest der Welt.

Seit den 1970er Jahren wurde vor allem auf den südlicheren Inseln massiv Holz für Palmölplantagen und die Tropenholzindustrie geschlagen. Die überaus reichhaltige Flora und Fauna mit vielen endemischen Spezien sind dadurch massiv bedroht und damit auch die Überlebensfähigkeit der Menschen.

Die Regierung hat wiederholt versucht die Mentawai mit Gewalt zu „zivilisieren, umzuerziehen“. Sie wurden in Dörfer umgesiedelt, das Tätowieren und ausführen schamanischer Zeremonien, etc. verboten.

Heute versucht die Bevölkerung im Innern der von Dschungel bewachsenen Inseln noch ein relativ traditionelles Leben in einer engen dörflichen Überlebensgemeinschaft und einer völlig egalitären Gesellschaftin enger Verbindung und Abhängigkeit von der Natur weiter zu leben.

Die Lebensweise der Mentawai verändert sich jedoch durch Druck von Außen mit einer sich ständig beschleunigenden Geschwindigkeit, der die Menschen nicht gewachsen sind. Es ist nötig, dass die Mentawai in der Zukunft die Möglichkeit haben werden ihr Schicksal selbst zu bestimmen, dass sie die Richtung, den Umfang und das Tempo der Veränderungen selbst entscheiden können.

Vortrag mit digitaler Bildpräsentation von Maja Badur

Veranstalter: Gesellschaft für bedrohte Völker regionalgruppe München mit unterstützung des Nord Süd Forum München

Eintritt frei, Spenden willkommen.

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