Filmvorführung und Gespräch: TITICACA und die verschwundenen Gesichter

Der Ethnologe und Dokumentarfilmer Heeder Soto präsentiert seinen neuen Film (Titiqaqa y los rostros desaparecidos; mit dt. Untertiteln) um Wasser- und Bergbauprobleme in der Titicaca-Region und steht anschließend für ein Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung.
Die Idylle aus Reiseprospekten zum höchsten schiffbaren See der Welt trügt. Das auf knapp 4.000 m hoch gelegene Binnenmeer, das fast 13 mal so groß ist wie der Bodensee, ist nicht mehr nur Natur pur, Stille und Einsamkeit – malerisch unterbrochen von ein paar schwimmenden Inseln mit gastfreundlichen Menschen, derweil am peruanischen und am bolivianischen Ufer die Alpacaherden äsen. Nein, die Titicaca-Region leidet. Viele Anwohnerinnen und Tiere leiden unter den Bergbauaktivitäten und ihren Folgen.
Der Film erzählt von den sozialen Konflikten, die der Bergbau in Peru, Bolivien und Deutschland hervorbringt, und er verdeutlicht die Extremsituation in der höchstgelegenen Stadt der Welt, La Rinconada (auf 5200 Metern). In dieser peruanischen Bergbaustadt im Goldrausch finden Frauenhandel und andere massive Menschenrechtsverletzungen statt. Schwermetalle aus La Rinconada und anderen Minen vergiften die Flüsse und fließen in den Titicacasee, der übrigens sowohl der quechuasprechenden Bevölkerung als auch den aymarasprechenden Nachfahren des Volks von Tiahuanaco heilig ist.
Der Filmemacher Heeder Soto ist Künstler, Ethnologe und Dokumentarfilmer aus Ayacucho (Peru). Zuletzt war er mit seinem Film „Memory Walkers – Caminantes de la memoria“ (2014) in Deutschland auf Tournee.

Der Film dauert 73 Minuten, anschließend findet das Gesrpäch mit dem Regisseur statt. Eintritt 3 Euro.
Veranstalter: Lateinamerika-AK des Nord Süd Forum München / Asociación Cultural Peruana Chasqui e.V. / Kampagne Bergwerk Peru.

Ähnliche Beiträge

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.