Globale Verantwortung in München: Zivilgesellschaftliche Perspektiven zur Kommunalpolitik 2026–2032

Wie kann München seiner globalen Verantwortung gerecht werden? Welche Rolle spielen Erinnerungskultur, Menschenrechte, migrantische Teilhabe und demokratische Debattenräume in der Stadtpolitik der kommenden Jahre?

Organisationen aus dem Netzwerk München Global engagiert laden Vertreter:innen demokratischer Stadtratsfraktionen sowie die interessierte Stadtgesellschaft zu einer Podiumsdiskussion über globale Verantwortung und kommunalpolitische Perspektiven für die Legislaturperiode 2026–2032 ein.

Im Mittelpunkt stehen folgende Themenbereiche:

  • Erinnerungskultur in München (Modupe Laja, EineWeltHaus)
    Unter diesem Schwerpunkt wollen wir uns einer zeitgemäßen und niederschwelligen Erinnerungskultur mit stärkerer Berücksichtigung kolonialer Kontinuitäten, migrantischer Perspektiven und globaler Verantwortung widmen.

  • Verantwortung städtischer Eigenbetriebe (Raphael Thalhammer, Nord Süd Forum München)
    Am Beispiel der Beteiligung der Stadtwerke München an Windkraftprojekten in Sápmi/Norwegen möchten wir über menschenrechtliche Verantwortung kommunaler Unternehmen und globale Auswirkungen kommunaler Politik sprechen.

  • Demokratische Räume und politische Debattenkultur (Achim Waseem Seeger)
    Welche Orte und Möglichkeiten bestehen in München für kontroverse, aber demokratische Debatten zu internationalen Konflikten und Menschenrechtsfragen — sei es für die Friedensbewegung, Klimaaktivismus oder auch für palästinasolidarische Perspektiven innerhalb des demokratischen Diskurses? In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach der Zukunft und Bedeutung zivilgesellschaftlicher Orte der Begegnung, Diskussion und politischen Organisierung.

  • Migrantische Perspektiven auf Stadtpolitik und Teilhabe (Jiréh Emanuel, Netzwerk Morgen)
    Eine zentrale Forderung migrantischer Communities und Initiativen ist die Öffnung städtischer Politik hinsichtlich politischer Teilhabe, Repräsentation und strukturelle Verankerung migrantischer Perspektiven. Wie kann die Stadt München sicherstellen, dass migrantische Perspektiven systematisch in Entscheidungsprozesse einfließen (z.B. Beiräte, partizipative Formate, Quoten, etc.)?

Die Veranstaltung versteht sich als konstruktiver Dialog zwischen Kommunalpolitik und global engagierter Zivilgesellschaft. Ziel ist es, Perspektiven und Anliegen aus der Stadtgesellschaft frühzeitig in die neue Legislaturperiode einzubringen und gemeinsam über Wege einer verantwortungsvollen und solidarischen Stadtpolitik ins Gespräch zu kommen.

Für den Stadtrat haben zugesagt:

  • Arif Haidary (Die LINKE)

  • Serzan Celik (Bündnis90/Die GRÜNEN)

  • Barbara Likus (SPD)

Moderation: Aylin Romey

Der Eintritt ist frei, keine Anmeldung.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe München global engagiert statt.

Die Veranstaltungsreihe wird in Kooperation organisiert von: Referat für Bildung und Sport, Referat für Arbeit und Wirtschaft, Sozialreferat, Kulturreferat, Münchner Stadtbibliothek, Nord-Süd-Forum München e. V., MORGEN e. V., Bellevue di Monaco und Bayerischer Flüchtlingsrat e.V.