Landgrabbing auf der Spur – Bericht einer Recherchereise

Print Friendly, PDF & Email

Eine internationale Delegation dokumentierte vergangenen Herbst in Brasilien schwere Menschenrechtsverletzungen, die durch Investitionen europäischer Pensionsfonds mitverursacht wurden. Die 30 Menschenrechts-ExpertInnen von insgesamt 18 Organisationen recherchierten die Folgen der großflächigen Landakquisition sowie der massiven Ausweitung des Soja-Anbaus in der brasilianischen Region MATOPIBA, welche mit Landgrabbing und der Fälschung von Landtiteln einhergeht. Hinter diesen Entwicklungen stehen häufig die Gelder ausländischer Pensionsfonds, unter anderem aus Deutschland, Schweden und den Niederlanden.
Im Januar dieses Jahres fand eine weitere Recherchereise von VertreterInnen der Betroffenen sowie von FIAN International und den europäischen Sektionen in Europa statt, um die rechtlichen Hintergründe dieser Investitionen sowie die Verantwortung der Pensionskassen und der europäischen Regierungen zu untersuchen. Dabei standen Gespräche mit Pensionskassen, europäischen Parlamentariern und der Bundesregierung auf dem Programm.

Nina Bünger war Mitglied bei der Fact Finding Missions und berichtet über die Recherche in Brasilien, die daraus resultierenden Forderungen, sowie die Gespräche mit den Verantwortlichen in Europa.

Referentin:
Nina Bünger, ehem. Lateinamerika-Referentin von FIAN Deutschland,
Mitglied der Factfinding-Mission zu Investitionen europäischer Pensionskassen in Brasilien und Europa

Eintritt frei. Veranstaltung gefördert aus Mitteln der Bayerischen Staatskanzlei.

Flyer

Ähnliche Beiträge

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.