Menschenrechte und Kriminalisierung von Menschen mit HIV

„Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung.“ Art. 7 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

 

Die Kriminalisierung von Menschen mit HIV ist seit dem Bekanntwerden von HIV und der AIDS-Krise in dem 80er Jahren ein ständiger Begleiter. Wer ist verantwortlich für den Schutz vor HIV und anderen STIs? Kriminalisierung und Stigmatisierung einer HIV-Infektion stehen einer effektiven Prävention eher im Weg, als sie zu ermöglichen. Häufig führen unzureichende Kenntnisse der wissenschaftlichen Fakten zu Fehlurteilen, was nicht nur für den Rechtsstaat nachteilig ist, sondern auch den weltweiten Kampf gegen HIV/AIDS behindert, da die Kriminalisierung von Menschen mit HIV/AIDS negative Auswirkungen auf die Bereitschaft hat, sich auf HIV testen zu lassen. Wie verändert „Schutz durch Therapie“ den Diskurs um HIV, Stigma und Strafrecht? Wenn wir Artikel 7 der Menschenrechtserklärung ernst nehmen, was heißt das dann für Menschen mit HIV, für Diskriminierung und für den Umgang mit HIV?

 

Jakob Hösl engagiert sich seit 30 Jahren in verschiedenen Bereichen der Aidshilfe. Er hat viel dazu beigetragen, dass juristische Spezialfragen geklärt oder Rahmenbedingungen deutlich verbessert werden konnten, beispielweise im Kontext von Entschädigungszahlungen für infizierte Hämophile, strafrechtlicher Verfolgung bei einvernehmlichen sexuellen Handlungen HIV-infizierter und nicht infizierter Partner*innen, Beschäftigungsverboten für Menschen mit HIV und Aids, sowie hinsichtlich sozialrechtlicher Fragestellungen bezogen auf positive Menschen.

 

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Münchner Tage der Menschenrechte statt. Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter www.tagdermenschenrechte.org/veranstaltungen.

 

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