Solidarität mit Leni Breymaier

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Menschenrechte – Auch für Frauen in der Prostitution, so lautete das Motto  unserer Veranstaltung am 10.12.2020, dem Münchener Tag der Menschenrechte.
Leni Breymaier, SPD, MdB hatte uns eine Grußbotschaft geschickt, in der sie sich sehr engagiert für gesetzliche Änderungen nach dem Nordischen Modell einsetzt. In Schweden werden Freier, die fast immer die Not von Prostituierten ausnützen, seit 1999 bestraft, denn nur so können die Lieferketten des Menschenhandels wirkungsvoll unterbrochen werden. In Deutschland sind die Standortfaktoren für Prostitution und damit einhergehende organisierte Kriminalität jedoch nach wie vor hervorragend.Frauen (und bisweilen auch Männer) zu kaufen, ist weitgehend unwidersprochenes Privileg des Mannes,ein Habitus, der das gesellschaftliche Miteinander auf allen Ebenen prägend beeinflusst. Aber der Gegenwind wird stärker. Progressive Kräfte aus verschiedenen politischen Lagern finden sich zusammen, um gemeinsam mit der Zivilgesellschaft und Organisationen von Betroffenen für Menschenrechte undwirkliche Gleichstellung zu kämpfen.
Leni Breymaier ist für die SPD Fraktion im Bundestag DIE starke Stimme für Menschenrechte im Bereich Prostitution. Als engagierte Gewerkschafterin schätzt sie den Begriff der Arbeit und begrüßt es, dass sich der SPD-Vorstand vom Narrativ der selbstbestimmten „Sexarbeit“ als ganz normaler „Dienstleistung“ verabschiedete, um einen realistischeren Blick auf die Prostitution zu wagen. Auch fraktions-übergreifend ist die Abgeordnete aktiv, denn sie weiß: Solange ein Geschlecht das andere kaufen kann, wird es keine Gleichstellung geben.
Um sie mundtot zu machen, wurde die mutige Abgeordnete Anfang 2021 von Bordellbetreibern mit Anzeigen überzogen. Einen solchen Angriff von der milliardenschweren Lobby auf unsere gewählteVolksvertreterin empfinden wir als Angriff auf alle demokratisch denkenden Menschen.
Elly Arrow und Silvia Reckermann sprechen mit Leni Breymaier über Methoden der Lobby und ihre Erfolge gegen vielerlei Widerstände im Kampf für Menschenrechte.
Am Mittwoch, 10. März von 19.30 bis 21 Uhr bei zoom
Registrierung erforderlich: https://zoom.us/meeting/register/tJEqceuvqjwuE9HL6pv125SuqR57YbCNmC-N

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