Theater der Unterdrückten - eine Einführung

Das Theater der Unterdrückten ist eine interaktive Form des Theaters und befähigt Menschen dazu, für die Lösung relevanter politischer und alltäglicher Probleme selber einzustehen. Es wird von den Teilnehmenden, ihren Geschichten und ihren Erfahrungen gestaltet. Dabei werden konkret erlebte Situationen von Macht und Machtlosigkeit inszeniert. Anschließend werden innerhalb dieses (Probe-)Raums verschiedene Möglichkeiten erprobt, sich von diesen Machtdynamiken zu emanzipieren.

Das Theater der Unterdrückten bietet die Gelegenheit, kreativ, spielerisch und ästhetisch zu üben, wie sich Alltagssituationen verändern lassen – es ist „eine „Probe für soziales Handeln“ (Augusto Boal).

Augusto Boal. Der TdU während der 1960iger Militärsdiktatur in Brasilien entwickelte, beschreibt die Arbeit des Theaters der Unterdrückten als Arbeit der Bürger:innen:

"Bürgerin zu sein bedeutet nicht bloß Teil einer Gesellschaft zu sein, sondern sie zu formen/wandeln. Wenn ich Ton zu einer Statue forme, werde ich zur Skulpteurin; wenn ich Steine zu Häusern forme, werde ich zur Architektin; wenn ich unsere Gesellschaft in etwas Besseres forme, werde ich zur Bürgerin. (...)."
Augusto Boal, Rio de Janeiro 2004

Angeleitet durch Nelly Alfandari lernen die Teilnehmenden des Workshops die Grundzüge des Theaters der Unterdrückten kennen und überlegen, wie sie es in ihrem Privat- und Arbeitsleben einsetzen können.

Wann? Am Freitag, den 8. Dezember 2023, von 14-20 Uhr

Wo? im Zukunftssalon, Goethestraße 28, München

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei

Anmeldung: Bitte meldet euch unter der E-Mail: r.thalhammer@nordsuedforum.de an.

Referentin: Nelly Alfandari ist Pädagogin und arbeitet als Theaterschaffende mit der Methode des Theaters der Unterdrückten in verschiedenen Kontexten in London und Barcelona und hat zum Thema Social Justice, Inklusion und kritische Pädagogik an der London South Bank University promoviert.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch das Referat für
Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt München                                    

Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ

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