Aktuelles
Bildung in indigenen Gemeinschaften muss dringend verbessert werden.

Der Ombudsman/Bürgerbeauftragte (Defensoría del Pueblo) in Peru hatte kurz vor der Übernahme der Regierungsverantwortung der jetzigen Regierung unter Ollanta Humala zu einem Fachtreffen Delegierte indigener Organisationen und Fachleute in die Hauptstadt Lima geladen. Dabei wurde fest gehalten, dass über eine Million Kinder und Jugendliche zwischen drei und 17 Jahren (in den Anden und im amazonischen Regenwald) eine indigene Muttersprache haben und damit nach geltendem peruanischen Recht Anspruch auf eine interkulturelle, zweisprachige Schulbildung.
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(11.08.2011)
Der Arbeitskreis München-Asháninka des Nord Süd Forum München
Seit 1997 gibt es im Rahmen des KlimaBündnis europäischer Städte mit den Völkern Amazoniens eine aktive Partnerschaft zwischen der Landeshauptstadt München und dem Volk der Asháninka im zentralen peruanischen Regenwald. Unser Arbeitskreis ist Garant dafür, dass diese Partnerschaft durch interessierte Bürgerinnen und Bürger mit Leben gefüllt ist.
Die Asháninka sind mit ca. 60.000 Menschen das größte Regenwaldvolk in Peru. Ihre Lebenswelt ist wie die anderer indigener Völker – als Folge der großen weltweiten Nachfrage – durch oft rücksichtslose Ausbeutung von Rohstoffen wie Erdöl, Edelhölzern, Gold, durch geplante Großprojekte sowie durch Neusiedler ohne Regenwaldkenntnis massiv und vielschichtig bedroht. Dagegen leisten sie in ihren Organisationen Widerstand, denn wenn der Wald zerstört wird, werden ihre Lebensgrundlage und ihre Kultur zerstört. Und die grüne Lunge der Welt bekommt noch mehr Risse.
Unser Arbeitskreis unterstützt die Asháninka in ihren aktuell elementaren Vorhaben, nämlich
Unsere Unterstützung geschieht im Dialog und in konkreter Absprache mit Dorfgemeinschaften und
Zusammenschlüssen der Asháninka. Denn, was sie am meisten benötigen sind uneigennützige Diskussionspartner und Aufmerksamkeit, damit sie nicht einfach von Wirtschaft und Politik hinweggefegt werden und von der Landkarte verschwinden. Das bedeutet, dass wir in erster Linie Öffentlichkeitsarbeit betreiben, um die Situation der Asháninka in München bekannt zu machen und dass wir versuchen, ideelle - sowie für von ihnen durchgeführte Projekte in den oben genannten Bereichen auch finanzielle - Unterstützung zu organisieren, die hier wie dort transparent gemacht wird.
Zu unserer Öffentlichkeitsarbeit, die oft in Zusammenarbeit mit dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München stattfindet, gehören neben den Publikationen, die Sie direkt auf dieser Homepage finden und herunterladen können, die Organisation von Besuchen von VertreterInnen der Asháninka-Organisationen, die unmittelbar in Schulen oder sonstigen Einrichtungen oder bei öffentlichen Veranstaltungen von ihrem Leben und der Bedeutung des Regenwalds berichten. Sie tun das in spanisch und nicht in ihrer eigenen Sprache, damit wir es mit der Übersetzung leichter haben.
Aus all dem lässt sich schon ableiten, dass der AK München-Asháninka zwar offen für alle Indigenenthemen und Regenwaldfragen ist, dass er aber nur für Leute interessant ist, die sich gezielt für die Asháninka und eine lebendige Partnerschaft mit ihnen einsetzen wollen. Der Arbeitskreis trifft sich unregelmäßig nach Vereinbarung; dabei werden Aktivitäten wie Publikationen, Infostände oder Infoabende, persönliche Austauschmöglichkeiten oder solidarische Aktionen geplant und besprochen, wer z.B. übersetzt, wer wann den Infostand bei Tollwood oder anderen großen Veranstaltungen besetzt, wie wir die Frauengruppen, die Naturschmuck herstellen, noch besser unterstützen können, etc.
Wir freuen uns auf neue und tatkräftige Mitstreiterinnen und Mitstreiter!
Der Arbeitskreis kann kontaktiert werden über die Geschäftsstelle des Nord Süd Forum München.
Auszeichnung Offizieller Einzelbeitrag 2009/2010 der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Infobörse "Hinaus in die Welt"
Auszeichnung Offizielles Projekt 2005/2006 der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Kampagne "made by kinderhand"
Bundesweite Auszeichnung "Global vernetzt - lokal aktiv"
Auszeichnung Kommunale Agenda 21
