openDOKU zu Folgen des Kohleabbaus: Der Preis und Den Drachen töten

Am 11. August 2022 ist das Embargo gegen Kohleimporte aus Russland in EU-Staaten in Kraft getreten. Bisher hat Deutschland 50 % seiner Kohle aus Russland importiert.

Der Filmemacher Vyacheslav Krechetov dokumentiert seit Jahren die Aktivitäten indigenen Völker gegen Kohleunternehmen und Behörden in Südsibirien. Mit diesen zwei Kurzfilmen zeigt er die Folgen des Kohleabbaus auf:

Der Preis, 2016, 32 Min.: Kasas war ein kleines schorisches Dorf in Südsibirien. Der Film zeigt, wie die letzten fünf verbliebenen Häuser der Ortsbewohner verbrannt wurden. Ihr Kampf gegen ein Kohleunternehmen war ungleich – auch die regionale Verwaltung war nicht auf ihrer Seite.

Den Drachen töten, 2021, 11 Min.: 2019 wurde die Republik Chakassien von „Drachen“ besiedelt. Die Wolken aus Kohlenstaub erstrecken sich in den Himmel über Dutzende von Kilometern. Die Bewohner versuchen der Dominanz der Kohle-Unternehmen mit allen Mitteln zu widerstehen: sie schreiben an die Aufsichtsbehörden, organisieren Proteste, darunter auch mit der traditionellen sakralen Methoden.

Wir sind gespannt auf ein Filmgespräch mit Tjan Zaotschnaja (Gesellschaft für bedrohte Völker) und Mitgliedern von Aluna Minga und dem Ökumenischen Büro für Frieden und Gerechtigkeit, die ebenfalls zu Folgen des Kohleabbaus in Kolumbien arbeiten.

Veranstalter: Gesellschaft für bedrohte Völker, Nord Süd Forum und EineWeltHaus München