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Sensing Sites – Dekoloniale Gedächtnissuche
Mit der künstlerischen Intervention LIVING LAYERS von Nando Nkrumah will Sensing Sites – Dekoloniale Gedächtnissuche anregen, über Formen eines würdigen Gedenkens nachzudenken. Gedächtnissuche bedeutet, den Stadtraum nach Spuren zu erkunden, wo Erinnerung fehlt, und Geschichten sichtbar zu machen, die verdrängt wurden.
Ausgehend vom Alten Südlichen Friedhof macht die Installation die Geschichten von Menschen sichtbar, die im kolonialen Kontext des 19. Jh. entrechtet, verschleppt oder zur Schau gestellt wurden und deren Biografien mit München verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Geschichten von Cula, Akafede sowie Juri und Miranha. Wer waren diese Menschen? Woher kamen sie? Was ist ihnen passiert? Warum sind sie in München begraben?
Das Projekt richtet den Blick auf die bis heute wirksamen kolonialen Verflechtungen im Stadtraum und Formen widerständigen Erinnerns. Welche Geschichten bleiben im öffentlichen Gedächtnis und welche verschwinden?
Ausführliche Infos zum Programm finden sich hier.
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DES-MIRAR
Filme aus Abya Yala: Neue Blicke auf Lateinamerika
Zweite Ausgabe · Gastland: Kolumbien
Wie lässt sich Kolumbien heute filmisch neu begreifen? Wer spricht und aus welcher Perspektive wird erzählt? Was sehen wir auf der Leinwand und was bleibt außen vor?
Mehr Infos: https://www.oeku-buero.de/details/des-mirar-2026.html
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Materia Prima kommt in die Kinos!
Am 12. Oktober um 20 Uhr Kinostartpremiere im Theatiner Kino München (@theatiner.film) in Anwesenheit des Regisseurs Jens Schanze! Der Film gewährt einen seltenen Einblick in die Verhandlungen zwischen Industrievertretern und Regierungen, während die lokale Bevölkerung endlich 500 Jahre koloniale Ausbeutung hinter sich lassen will.
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Frieden leben, Vielfalt feiern! – 25 Jahre EineWeltHaus
Save the date: Das Jubiläumsfest des EineWeltHauses findet am Samstag, den 10.10.2026 ab 14 Uhr statt. Freut Euch auf ein vielfältiges Programm!
Wir als Nord Süd Forum werden gemeinsam mit der Münchner Intitiative Nachhaltigkeit einen Workshop "Starke Zivilgesellschaft – Räume für Vielfalt, Solidarität und Demokratie" anbieten ... und eine EineWelt Bar gibt es auch ;)
Wir freuen uns auf Euch!
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Ghost School kommt in die Kinos!
Ein Dorf voller Gerüchte. Ein Mädchen voller Fragen. Poetisch, bildstark und konsequent aus der Perspektive eines Kindes erzählt Regisseurin Seemab Gul von der Suche nach der Wahrheit in einer Welt zwischen Aberglauben und Wirklichkeit.
Termine in München:
Donnerstag, den 03. September um 18 Uhr 30
Samstag, den 05. September um 16 Uhr 20
Sonntag, den 06. September um 18 Uhr 15
Dienstag, den 08 September um 16 Uhr.
Wo? NEO Kinos. -
„Buen Vivir" das gute Leben verteidigen – Kämpfe um Autonomie und Würde in Mesoamerika“
Auch 2026 organisiert das Ökumenische Büro für Frieden und Gerechtigkeit wieder eine Speakerstour mit Gästinnen aus Mesoamerika. Am 28.09.2026 wollen wir in München aktuelle Kämpfe gegen Landraub, Extraktivismus, koloniale Kontinuitäten und kapitalistische Entwicklungsmodelle sichtbar machen und den direkten Austausch zwischen Aktivist*innen aus Mesoamerika und solidarischen Bewegungen in Deutschland ermöglichen!
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UNO verabschiedet: Handel mit afrikanischen Sklaven ist „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“
Im März 2026 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen diese bahnbrechende Resolution, die von Ghana eingebracht wurde: Die UNO erkennt den afrikanischen Menschen- und Sklavenhandel als schwerstes Verbrechen der Menschlichkeit an. Diese Entscheidung wurde mit 123 Ja-Stimmen, 453 Enthaltungen und drei Gegenstimmen angenommen. Die Gegenstimmen kamen von den USA, Israel und Argentinien. Enthaltungen gab es u.a. von Deutschland, Spanien, Portugal, England oder den Niederlanden.
Diese Resolution enthält
- den Antrag auf sofortige, uneingeschränkte und kostenlose Rückgabe von Kulturgütern, Kunstwerken, Museumsstücke, oder historische Dokumente die für die afrikanischen Herkunftsländer von Wert sind.
- Sie unterstreicht das Ausmaß, die Dauer, den systemischen Charakter dieses Verbrechen und deren tiefgreifenden Folgen im Laufe der Jahrhunderte. Sie bestätigt die anhaltende Diskriminierung, das Trauma und die vielfältige Ausbeutung die weiterhin AfrikanerInnen und Menschen afrikanischer Abstimmung auf verschiedenen Kontinenten erleiden.
- Sie betont ebenfalls dass die Auswirkungen von Sklaverei und transnationalem Menschenhandel derzeit in strukturierter Formen von Rassismus, Ausgrenzung und sozioökonomischer Ungleichheit bestehen bleiben. Dabei sieht sie das Fehlen umfassender Rahmen für eine Wiedergutmachung und das Fortbestehen des Neokolonialismus im Leben der AfrikanerInnen und ihrer Nachkommen.
- Es wird festgestellt, dass weiterhin eine Verbindung zwischen der Vergangenheit und Gegenwart besteht was die Notwendigkeit sowohl symbolischer als auch rechtlicher Maßnahmen aufzeigt, um historische Missstände und deren Auswirkungen anzugehen und Maßnahmen zu prüfen die zur historischen Gerechtigkeit und zur Überwindung der Auswirkungen von Rassismus und Diskriminierung bei zu tragen.
In der Resolution werden auch beispielhaft einige der früheren Rechtsverordnungen aufgeführt, die die Sklaverei institutionalisierten. So verfüge 1518 die spanische Krone, dass das afrikanische Volk ein Ware sei die in ein vom Staat organisiertes System des kommerziellen Monopols integriert wurde. Portugal entwickelte unter anderem das Konzept der „Stückelung des Werts der Sklaven“ wobei Frauen, Kinder und ältere Menschen als Bruchteile eines erwachsenen Sklaven quantifiziert wurden. Die Niederlande wandte ab 1621 Grundsätze des römisch-niederländischen Rechts an mit dem Sklaven als „Red Mobile“, als marktfähige bewegliche Güter ein gestuft wurden.
Die Resolution ist völkerrechtlich nicht verbindlich.
Text verfasst von: Heinz Schulze (Vorstand Nord Süd Forum München e.V.)
Quellen:
UNRIC (Regionalen Informationszentrums der Vereinten Nationen). (o.J.). UN verurteilen Sklavenhandel als „schwerstes Verbrechen gegen Menschlichkeit. Aufruf: https://unric.org/de/un-verurteilen-sklavenhandel-als-schwerstes-verbrechen-gegen-menschlichkeit/. [Zugriff am: 16. Juli 2026].
United Nations. Genereal Assembly. (26. 03. 2026). Declaration of the Trafficking of Enslaved Africans and Racialized Chattel Enslavement of Africans as the Gravest Crime against Humanity. Aufruf: https://docs.un.org/en/A/RES/80/250. [Zugriff am: 16. Juli 2026].
UN Photo/ Manuel Elias. (o.J). Aufruf: https://unric.org/de/un-verurteilen-sklavenhandel-als-schwerstes-verbrechen-gegen-menschlichkeit/. [Zugriff am: 16. Juli 2026].
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Autoritäre Praktiken und Gegenwehr - Erfahrungen und Perspektiven aus Nigeria, Tschechien und Deutschland
Jetzt anschauen!
Am 27.05.2026 fand in der Seidlvilla im Rahmen der Reihe „München Global Engagiert“ eine Podiumsdiskussion zu „Autoritäre Praktiken weltweit: Gefahren für die Menschenrechte und Gegenwehr“ statt. Podiumsgäste waren Lucie Laštíková (Amnesty International Tschechien), Isa Sanusi (Amnesty International Nigeria) und Katja Nübler (Global Youth Collective, Amnesty International). Moderation durch Ann-Marlen Hoolt (Süddeutsche Zeitung).
Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und kann unter folgendem Link nochmal angeschaut werden:
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Harare-München: Chronologie einer Partnerschaft 1995-2026
Lest selbst was in 30 Jahren Partnerschaft mit Harare in Simbabwe alles passiert ist! Unser Arbeitskreis hat eine Chronik für euch erstellt: HaMuPa - Chronik 1995 bis 2026
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