Starke Zivilgesellschaft – Räume für Vielfalt, Solidarität und Demokratie
Ein Workshop über Herausforderungen, Widerstandskraft und die Kraft gemeinsamer Räume - im Rahmen des Jubiläumsfestes 25 Jahre EineWeltHaus München e.V.
Zivilgesellschaftliche Räume schaffen Möglichkeiten für Selbstorganisation, Sichtbarkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Das EineWeltHaus steht seit 25 Jahren für diesen Anspruch. Doch solche Räume und die Menschen, die sie gestalten, geraten zunehmend unter Druck, weltweit wie auch in Deutschland und in München.
Im Workshop mit Marie Wachinger beschäftigen wir uns mit dem Phänomen der Shrinking Spaces und den aktuellen Herausforderungen für zivilgesellschaftliche Organisationen. Welche Entwicklungen beobachten wir? Wie gehen Initiativen mit zunehmendem politischem und gesellschaftlichem Druck um? Und was braucht es, damit eine starke, vielfältige Zivilgesellschaft handlungsfähig bleibt?
Gemeinsam wollen wir voneinander lernen, Handlungsmöglichkeiten diskutieren und Perspektiven für solidarisches Engagement entwickeln.
Ein Workshop über Herausforderungen, Widerstandskraft und die Kraft gemeinsamer Räume.
Da der Platz sehr begrenzt ist, bitten wir um Anmeldungen unter https://form.campai.com/Dh1LDbLSjO5b .
Dr. Marie Wachinger ist Co-Vorständin der Allianz Rechtssicherheit.
Sie war zuvor als Geschäftsführerin eines Vereins aus dem Bereich Globales Lernen tätig und promovierte an der Freien Universität Berlin über den Solidaritätsbegriff.
(Bild © Mina Esfandiari)
„Die Angriffe auf die Zivilgesellschaft sind kein spezifisch deutsches Phänomen, sondern im Gegenteil als Teil einer inzwischen bekannten rechtspopulistischen Strategie zu betrachten, die in anderen Ländern bereits weiter fortgeschritten ist und darauf abzielt, Engagierte und Organisationen in die Defensive zu drängen. Auch objektiv sind die Handlungsspielräume für die Zivilgesellschaft in Deutschland schon stark eingeschränkt: Der letzte CIVICUS-Monitor stuft Deutschland erneut herab – inzwischen in dieselbe Kategorie wie Ungarn. Ein Grund: Die von der „Kleinen Anfrage“ losgetretene Debatte um „politische Neutralität“
(Quelle: https://monitor.civicus.org/press_release/2025/germany/)
Die Allianz „Rechtssicherheit für politische Willensbildung“ ist ein Zusammenschluss von mehr als 230 Vereinen und Stiftungen und setzt sich seit 2015 für die rechtliche Absicherung gemeinnütziger Organisationen ein, vernetzt und berät diese. Sie fordert ein modernes Gemeinnützigkeitsrecht, das Klarheit und Sicherheit schafft. Zu ihren Mitgliedern zählen große NGOs ebenso wie kleine, regional tätige Vereine, die in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen wie Menschenrechte, Umweltschutz, Bildung, Entwicklungspolitik und Kultur aktiv sind.
Gemeinsam veranstaltet von der Münchner Initiative Nachhaltigkeit, EineWeltHaus München e.V. und dem Nord Süd Forum München e.V.
Im Anschluss (ab 18 Uhr) findet ein offenes Planungstreffen zu der Idee eines Austausch mit Zivilgesellschaft in der Region Halle/Leipzig statt.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.