Veranstaltungen

  • Venezuela: vergessene Fluchtbewegungen

    Menschen aus Venezuela, die ihr Heimatland verlassen, bilden die weltweit größte Fluchtbewegung. Laut den Vereinten Nationen verließen bis Ende 2021 6,1 Millionen Menschen das Land. Rund 5 Millionen haben in benachbarten Ländern Zuflucht gefunden. Alleine Kolumbien hat 1,8 Millionen Venezuelaner:innen aufgenommen. Dies ist nicht nur die größte Flucht- und Migrationsbewegung in der jüngeren Vergangenheit Südamerikas, auch weltweit gibt es kaum eine Region, wo so viele Menschen ihr Land verlassen haben. Mit der steigenden Zahl der Menschen, die ihr Land verlassen, wächst die Not, da z.B. entlang der Fluchtrouten sauberes Wasser und Nahrung fehlen. Gleichzeitig drohen viele Menschen in die Illegalität abzurutschen, da sie keinen sicheren Rechtsstatus mehr haben.

    Mit der Veranstaltung wollen wir den Blick auf die Lage der Geflüchteten wenden: Wie werden sie in den Nachbarländern aufgenommen, welche Herausforderungen stellen sich ihnen hierbei? Auch Deutschland ist Zielland venezolanischer Migrant:innen. Vor welchen Herausforderungen stehen sie hier, welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?

    Referentinnen:

    Prof. Luisa Feline Freier (Professorin für Politikwissenschaft an der Universidad del Pacífico, Lima/Peru) Forschungsschwerpunkte umfassen die Migrations- und Flüchtlingspolitik Lateinamerikas, Süd-Süd-Migration und die venezolanische Flüchtlingskrise. Sie hat dazu verschiedene internationale Organisationen wie Amnesty International, die Weltbank und die EU beraten.

    Vania Amigo (Dipl. Psych., systemische Beratung und Therapie i.A., traumasensitives Yoga i.A.) war als Psychologin über 10 Jahre im Krankenhaus Santa Bárbara, Región Biobío, Chile tätig, spezifisch im Bereich der interkulturellen Gesundheit. Seit 2019 arbeitet sie im Psychosozialen Zentrum für Geflüchtete Leipzig, Mosaik Leipzig e.V.

    Moderation: Teresita Oramas de Singer (Geschäftführerin von Venezuela en Baviera e.V. und Mitglied der Migrationsbeirats München)

    Wann: 30. September, 19:00 Uhr
    Wo: EineWeltHaus München, großer Saal
    Die Veranstaltung findet gemäß der zu dem Zeitpunkt geltenden Hygienebestimmungen statt. Falls keine Präsenz-Veranstaltung möglich sein sollte, wird sie als Online-Veranstaltung stattfinden.

    Veranstalter:innen:
    Migration macht Gesellschaft e.V.
    Münchner Flüchtlingsrat e.V.
    Nord Süd Forum München e.V.
    Migrationsdienst der Initiativgruppe – Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V.
    Trägerhaus EineWeltHaus e.V.

    Für Ihre Unterstützung Danke an:
    Venezuela en Baviera e.V

    In Kooperation und mit Förderung durch die Petra Kelly Stiftung.


  • Global Talk: „Die globalisierte Krise des kritischen Denkens – Grundsätze einer befreienden Bildung“

    „Global Talks – Bildung im globalen Dialog“

    Die Idee einer globalen Bildung bleibt im Kontext gegenwärtiger globaler Transformationsprozesse janusköpfig: tragen Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung zu einem Prozess der gesellschaftlichen Veränderung bei, oder werden bestehende Strukturen der Ungleichheit und Narrative des Fortschritts verfestigt? Oder anders gefragt, sind Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung eurozentrische, weiße und akademische Bildungskonzepte?

    Wahrscheinlich sind sie es immer auch, aber nicht nur. Wie sollten wir auch in den bestehenden Strukturen gänzlich neu denken lernen? Das ganz neue Denken wird eine Utopie bleiben, doch welche Möglichkeiten des Lernens und auch des Verlernens werden tatsächlich ausgeschöpft?

    Der Digitalisierungsschub der letzten Jahre bietet die Möglichkeit Partner:innen weltweit in Diskurse um Bildung, in Fragen nach Lernen und Verlernen einzubeziehen. Diese Chance möchten wir ergreifen und im Rahmen einer digitalen Veranstaltungsreihe mit Bildungsexpert:innen und –aktivist:innen aus dem Globalen Süden und mit Menschen, die diese Perspektive in ihrer Bildungsarbeit thematisieren, ins Gespräch kommen. Diese Veranstaltungsreihe möchte eine Einladung zu einem globalen Diskurs über Bildungsfragen sein, einem Diskurs über Macht und Ohnmacht, über Teilhabe und Exklusion, über Deutung, Perspektive und Positionierung.

    Termine (jeweils 18:00 – 19:30 Uhr) und Gesprächspartner:innen

    • 06. Oktober: „Die globalisierte Krise des kritischen Denkens – Grundsätze einer befreienden Bildung“
      Danny Carvajal (Menschenrechtsaktivist und Doktorand am Lehrstuhl Intercultural Social Transformation der Hochschule für Philosophie in München)

    • 20. Oktober: „Nord-Süd: globale Bildung als Bildungsgefälle?“
      Alexandre Fernandes Vaz (Department für Philosophie, Universität Santa Catarina, Florianopolis, Brasilien)

    • 10. November: „Engaged Pedagogy: Antidiskriminatorisches Lehren und Lernen bei bell hooks“ - angefragt
      Belinda Kazeem-Kamiński (freie Autorin, Kulturtheoretikerin und Künstlerin, Wien)

    • 08. Dezember: „Möglichkeiten und Widerstände für kritische Pädagogik in der Sekundarstufe  - Praxiserfahrungen aus London und Barcelona“
      Nelly Alfandari (Theaterpädagogin und Doktorandin zum Thema Social Justice, Inklusion und kritische Pädagogik an der London South Bank University)

    Die Veranstaltungsreihe findet auf Deutsch (bei Bedarf mit Übersetzung) statt.
    Es ist auch möglich an einzelnen Terminen teilzunehmen.

    Zielgruppen: außerschulische Multiplikator:innen, Lehrkräfte, Lehramtsstudierende und Bildungsaktivist:innen

    Ort & Teilnahmebeitrag:
    Die Reihe findet bei  Zoom statt, für die Teilnahme entstehen keine Kosten.

    Anmeldungen:
    an r.thalhammer@nordsuedforum.de; der Zugangslink wird nach Anmeldung zugesandt

    Veranstalter:innen:
    Die Reihe ist eine Kooperationsveranstaltung des Nord Süd Forum München e.V. mit dem Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad und findet mit Unterstützung des Zertifikatsprogramms el mundo der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie dem Zentrum für Globales Lernen der Universität Bayreuth statt.

    Kontakt und Information
    Raphael Thalhammer, Nord Süd Forum München e.V., 089 85637523, r.thalhammer@nordsuedforum.de

    Dr. Jana Funk, EBZ Alexandersbad, 09232 993921 oder 0157 30255987,funk@ebz-alexandersbad.de

    Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

  • "bye-bye fast fashion!" - Lang lebe die Mode!

    Wir laden dazu ein, die Freude an Mode wiederzuentdecken. Dazu gehen wir der Frage nach, wie Mode gemeinsam zukunftsfähig(er) gestaltet werden kann- weniger, gut ausgewählt und mit längerer Lebensspanne. Eine Mode, die die Menschen entlang der gesamten Lieferkette respektiert und fair behandelt und achtsam mit der Auswahl und Menge der Ressourcen umgeht.

    Veranstalter: Fair Fashion Forum in der Bürgerstiftung München & zahlreiche Partner

    Eintritt frei; das Nord Süd Forum München unterstützt als Kooperationspartner

    ausführliche Infos zu Programm und Anmeldung: www.events.fairfashionforum.de

  • Brasilien und die Wahlen 2022: zwischen Hoffnung und Illusion?

    Antônio Andrioli, Mitbegründer der Universität UFFS in Südbrasilien (die auf Nachhaltigkeit und Agrarökologie setzte und auch indigenen Völkern und Bauern den Zugang zum Studium ermöglichte) und Träger des Naturschutzpreises 2020 (vom Bund Naturschutz in Bayern, für seine Verdienste um den Schutz des Regenwaldes, seinen Einsatz für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und sein Engagement für die Rechte von Kleinbauern und Indigenen), analysiert die aktuelle Situation Brasiliens angesichts der Ergebnisse der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen vom 2. Oktober.
    Gibt es wieder Hoffnung? Kann der Bolsonarismus besiegt werden oder wird er uns noch ein Jahrzehnt lang wie ein Gespenst verfolgen? Was sind die Bedingungen für eine neue Regierung und nachhaltige Umweltpolitik?
    Antônio Andrioli stellt auch sein neuestes Buch „Brasilien zwischen Hoffnung und Illusion“ vor, das sich mit vielen der für diese Veranstaltung formulierten Fragen beschäftigt.
    Aktuell forscht er an der Uni Hamburg.



    Veranstaltende*r: Nord Süd Forum München, Casa do Brasil, Campo Limpo


    Kontakt: Christopher Hak, chr.hak@gmail.com

  • MIN Impulse: Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit- Einblicke von indigenen Delegierten der Asháninka aus dem peruanischen Regenwald

    Ob im Privaten, im Beruf oder im Ehrenamt – jede*r leistet einen Beitrag zu einer nachhaltigen Welt und mehr Klimaschutz. Nachhaltigkeit heißt auch, die eigene Perspektive zu erweitern und unser Handeln stets anzupassen.

    Bei der Veranstaltung bekommen wir eine besondere Gelegenheit unsere Perspektive zu erweitern: Ketty Marcelo López und Angel Pedro Valerio, beide indigene Delegierte aus dem peruanischen Regenwald, geben uns einen Einblick, was nachhaltig leben für sie bedeutet. Wir betrachten verschiedene Lebensbereiche und tauschen uns mit den Indigenen aus, was wir hier in München daraus lernen und umsetzen können.

    Einführend wird uns Sylvia Baringer von der Fachstelle EineWelt der Stadt München einen Überblick über die Klimapartnerschaft mit den Asháninka geben – 25 Jahre Partnerschaft: wie sieht die konkrete Zusammenarbeit aus und welche Bedeutung hat sie für die Stadt München?

     

     

    Referent*innen

    ·        Ketty Marcelo López, Präsidentin der Nationalen Vereinigung der indigenen Frauen der Anden und des Regenwaldes Perus

    ·        Angel Pedro Valerio, Präsident der Selbstorganisation der Asháninka - Dorfgemeinschaften am Ene Fluss im zentralen Regenwald Perus

    Die beiden Referent*innen sind Delegierte des Volkes der Asháninka, mit ca. 90.000 Menschen das größte indigene Volk im amazonischen Regenwald Perus, und sind im Oktober 2022 auf Delegationsreise in München.

    ·        Sylvia Baringer, Fachstelle EineWelt im Referat für Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt München

     

     

    Deutsch und Spanisch mit Übersetzung

     

     

    Veranstalter: AK München- Asháninka des Nord Süd Forum München e.V. und Münchner Initiative Nachhaltigkeit (MIN)

    Anmeldung nicht erforderlich, aber erwünscht über folgendes Formular.

     

    MEHR INFORMATIONEN  FINDET IHR HIER:

    Zur Klimapartnerschaft mit den Asháninka

    Interview mit Ketty Marcelo López auf Webseite ihrer Organisation ONIAMAP (auf Spanisch)

    Webseite der Organisation Central Asháninka del Río Ene- CARE, von der Angel Pedro Valerio Präsident ist  (auf Spanisch)

    Kontakt: e.melcher@nordsuedforum.de

  • Buen vivir und Regenwald - 25 Jahre Klimapartnerschaft in der Bildungsarbeit erfahrbar machen

    Der Regenwald hat eine herausragende Bedeutung für Weltklima und Biodiversität. Landkonflikte, Abholzung und Sojaplantagen bedrohen nicht nur das Ökosystem Regenwald, sondern auch die Lebenswelt und Kultur indigener Gemeinschaften.

    Seit 25 Jahren pflegt die Stadt München im Rahmen der Klimapartnerschaft intensive Kontakte und Freundschaften mit dem indigenen Volk der Ashaninka im peruanischen Regenwald. Im Rahmen dieser Fortbildung werden sowohl didaktische Zugänge und Materialien für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit wie auch die Klimapartnerschaft vorgestellt.

    Zwei Delegierte der Ashanika, Ketty Marcelo Lopez und Angel Pedro Valerio, werden im Rahmen des Jubiläumsjahres in München sein und mit den Teilnehmenden der Fortbildung in Austausch kommen.  

    Am 13. Oktober, 9:00 -16:00 Uhr, im EineWeltHaus.

    Anmeldungen an Raphael Thalhammer: r.thalhammer@nordsuedforum.de

    Eine Kooperationsveranstaltung des Nord Süd Forum München e.V. und Ökoprojekt MobilSpiel e.V.

    Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

  • Workshop zu 25 Jahre Klimapartnerschaft München-Asháninka: Klimagerechtigkeit aus indigener Perspektive

    Klimaschutz ist Menschenrecht. Indigene Organisationen im amazonischen Regenwald engagieren sich, um den Regenwald zu schützen. Was dies konkret heißt, und wie dies mit dem Thema Emmissionshandel zusammenhängt, wird im Workshop konkret vertieft.

    Ketty Marcelo López und Angel Pedro Valerio vom indigenen Volk der Asháninka im amazonischen Regenwald geben einen unmittelbaren Einblick (s. auch Editorial).

    Thomas Brose vom Europäischen Klima-Bündnis e.V. führt in das Thema Emmissionshandel ein.

     

     ---> ab 20 Uhr im selben Raum Jubiläumsveranstaltung

     

     

    VERANSTALTENDE: Referat für Klima- und Umweltschutz der LH München und Nord Süd Forum München e.V.

    KONTAKT: einewelt.rku@muenchen.de Eine ANMELDUNG ist hilfreich für die Planung, aber nicht notwendig.

    EINTRITT: frei. Spenden erwünscht.

  • Jubiläumsveranstaltung: 25 Jahre Klimapartnerschaft München-Asháninka

    München hat seit 25 Jahren eine lebendige Klimapartnerschaft mit dem Volk der Asháninka in Peru. Aus der lebendigen Zusammenarbeit haben beide Seiten gelernt.

    Aus unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven beleuchten wir, worin die Bereicherung von internationaler Zusammenarbeit für die jeweiligen Kooperationspartner*innen liegt. Wie kann es gut funktionieren? Wo sind die Hürden und Herausforderungen?

    Grußwort: 2. Bürgermeisterin Katrin Habenschaden.

    Einführung: Thomas Brose, Geschäftsführer Europäisches Klima-Bündnis e.V.

    Referent*in: Ketty Marcelo López und Angel Pedro Valerio, Delegierte der Asháninka.

    Mit einem Beitrag vom AK Asháninka im Nord Süd Forum München e.V.

    Im Anschluss Musik und gemeinsames Feiern.

     

    --> von 17 bis 18.30 Uhr Workshop "Klimagerechtigkeit aus indigener Perspektive" im selben Raum

     

    VERANSTALTENDE: Referat für Klima- und Umweltschutz der LH München und Nord Süd Forum München e.V.

    KONTAKT: einewelt.rku@muenchen.de Eine ANMELDUNG ist hilfreich für die Planung, aber nicht notwendig.

    EINTRITT: frei. Spenden erwünscht.

  • EineWeltReport: Der amazonische Regenwald, indigene Völker, „nachhaltige Entwicklung“ oder besser Klimagerechtigkeit

    Auf Radio Lora, 92,4.


    Im Rahmen der Klimapartnerschaft Münchens mit dem indigenen Volk der Asháninka aus Peru sind beim Eine Welt Report zu Gast: Kelly Marcello (Präsidentin der Vereinigung indigener Frauen aus den Anden und dem Regenwald Perus) und Angel Pedro, Präsident von 11 Dorfgemeinschaften am Ene Fluss. Im Gespräch mit Heinz Schulze (AK München Asháninka) sprechen sie über ihre Situation, und über das, was zu tun ist um die Erderhitzung zu stoppen: Bei allen Maßnahmen den Regenwald betreffen müssen sie Partner und keine Hilfsempfänger sein.

  • Multiplkikator:innen-Fortbildung: Einführung in die Arbeit mit der Methodenkiste „Globales Lernen“

    Durch interaktive Methoden wie Rollenspiele können abstrakte globale Zusammenhänge konkret erfahren werden. Auf spielerische Art und Weise setzen sich die Schüler*innen mit Fragen nachhaltiger Entwicklung und globaler Gerechtigkeit auseinander. Die Methodenkiste „Globales Lernen“ beinhaltet Einheiten zu den Themen Welthandel, (Verteilungs-)Gerechtigkeit, Ressourcenverbrauch und Diskriminierung/Privilegierung. In dieser Fortbildung können Sie die Methodenkiste mit bewährten Elementen für Unterricht, Vertretungsstunden oder Projekttage kennenlernen und gemeinsam ausprobieren. Die Kiste enthält sieben didaktisch aufbereitete Einheiten, die direkt eingesetzt werden können, sowie weiterführende Methodensammlungen und Hintergrundinformationen zum Globalen Lernen. Sie kann beim Nord Süd Forum München entliehen und erworben werden.

    Hinweise: Die in der Methodenkiste bereit gestellten Einheiten eignen sich zum Einsatz ab der 7. Jahrgangsstufe. 
    Die Veranstaltung findet im EineWeltHaus München, Schwanthalerstraße 80, 80336 München statt.

    Weitere Informationen zur Fortbildung und Anmeldung hier.