Auf Augenhöhe? Internationale Partnerschaften fair gestalten – Erfahrungen, Perspektiven und Impulse aus München

Am Donnerstag, den 22. Oktober 2026 von15.30 bis 21 Uhr im Bellevue di Monaco, Müllerstr. 2-6 (Café und Rückgebäude), München

Veranstaltende: GB Europa und Internationales (Referat für Arbeit und Wirtschaft), Nord Süd Forum München e.V. in Kooperation mit dem Bellevue di Monaco, dem Netzwerk MORGEN und dem Referat für Bildung und Sport

Die Zusammenarbeit mit Kolleg*innen aus dem Globalen Süden in Internationalen Partnerschaften kann globale Gerechtigkeit stärken und wesentlich zur Umsetzung der Agenda 2030 beitragen.

Internationale Partnerschaften entfalten ihre Wirkung durch Vertrauen, Begegnung und gegenseitiges Lernen. Gleichzeitig bringen sie unterschiedliche Rahmenbedingungen, Machtverhältnisse und kulturelle Prägungen mit sich.

Daher beleuchten wir gemeinsam, wie Schieflagen in internationalen Partnerschaften erkannt und reflektiert werden können, um den Anspruch einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe stärker zu verwirklichen.

Wir laden Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Stadtverwaltung herzlich ein, Erfahrungen auszutauschen und neue Perspektiven für die internationale Partnerschaftsarbeit zu gewinnen.

Im Mittelpunkt stehen:

  • Beispiele aus Münchens internationalen Partnerschaften

  • Impulse aus der Zusammenarbeit mit Partner*innen im Globalen Süden

  • Wege zu einer respektvollen und machtkritischen Kooperation

Programm:

15.30 bis 16 Uhr         Anmeldung bei Getränk und Gebäck (im Café des Bellevue)

16 bis 20 Uhr              Impulse und Workshops

  • Impulsgespräch: Partnerschaft auf Augenhöhe – Anspruch, Realität oder Illusion?

    Mit Dr. Herzberger-Fofana (EU-Parlament (2019–2024), Entwicklungsausschuss; FORWARD, DaMigra) und Hamado Dipama (Menschenrechtsaktivist, Migrationsbeirat, AGABY)

    Moderation: Nicole Amoussou (Black Academy)

  • parallele Workshops


    Workshop A:

    Gemeinsam machtkritisch? Impulse aus der Städtepartnerschaft Harare-München

    Wir beginnen mit einem Überblick über die verschiedenen Säulen der Partnerschaft. Dann berichten Teilnehmende in einem kurzen Interview von ihren persönlichen Eindrücken der zivilgesellschaftlich organisierten Begegnungsreise im vergangenen September. Am Beispiel eines Förderantrags der Stadtverwaltung zum Thema „Nachhaltige Mobilität“ werden konkrete Fragen sichtbar gemacht: Wie laufen Entscheidungsfindungen ab? Wo entstehen in der gemeinsamen Projektarbeit Machtgefälle und wie ist ein sinnvolles Engagement möglich? Abschließend wirft der Workshop einen Blick auf die aktuelle politische Situation in Harare und bietet Raum, um diese Strukturen gemeinsam zu reflektieren.
    Mit Renate Hechenberger (Arbeitskreis HaMuPa), Kristina Schomann (Teilnehmerin Begegnungsreise), Dr. Lisa Kriegmair (Referat für Arbeit und Wirtschaft)

    Workshop B:

    Autoritäre Praktiken und Partnerschaftsarbeit – was bedeuten sie für uns und unser Handeln?

    Autoritäre Praktiken und gesellschaftliche Polarisierung wirken sich nicht nur auf politische Strukturen aus, sondern auch auf Menschen, Organisationen und internationale Partnerschaften. Im Workshop möchten wir gemeinsam reflektieren, wo uns solche Dynamiken in unserem eigenen Umfeld und in der Partnerschaftsarbeit begegnen und welche Handlungsmöglichkeiten, Formen von Solidarität und Zusammenarbeit entstehen können.
    Mit Katja Nübler (Global Youth Collective, Amnesty International), Nicole Amoussou (Black Academy)



    Workshop C:

    Strategien und Perspektiven des gesellschaftlichen Widerstandes unter dem repressiven Regime El Salvador
    Wir diskutieren Strategien und Perspektiven von Organisationen und Basisbewegungen in autoritären Regime El Salvador. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen und Resilienz der Akteur:innen angesichts der Repression und der zunehmenden Kriminalisierung zivilgesellschaftlicher Arbeit. Dabei geht es auch um die Herausforderungen für internationale Solidarität und Zusammenarbeit. Die politischen Bedingungen in El Salvador erfordern nicht nur von den betroffenen Organisationen und Aktivist:innen große Flexibilität, sondern auch von Partner*innen im Globalen Norden.

    Mit Inés Dávila (Soziologin an der Universität von El Salvador und Mitglied des Bloque de Resistencia y Rebeldía Popular (BRP), Morena Murillo (Geschäftsführerin der Nichtregierungsorganisation APROCSAL und Koordinatorin des Nationalen Gesundheitsforums FNS)

    Workshop D:

    Auf Augenhöhe – aber wie? Zwischen guter Absicht und echter Partnerschaft

    Was braucht es, damit internationale Zusammenarbeit wirklich auf Augenhöhe gelingt? Sunu Dome e.V. gibt Einblicke in die Erfahrungen eines kleinen Vereins zwischen München und Senegal: direkte Begegnung, persönliche Beziehungen, Vertrauen – aber auch Missverständnisse, unterschiedliche Erwartungen und die Frage, wer eigentlich entscheidet. Gemeinsam schauen wir auf das, was funktioniert – und auf das, was scheitern kann. Denn gute Absichten allein schaffen noch keine Partnerschaft. Ein ehrlicher, interaktiver Workshop für alle, die internationale Zusammenarbeit gemeinsam mit Menschen vor Ort gestalten wollen.
    Mit Safiétou Schwab (Sunu Dome e.V.)

20 bis 21 Uhr               Vernetzung und veganes Abendessen

Freut Euch auf spannende Impulse, Diskussionen und Austausch.