Sensing Sites – Dekoloniale Gedächtnissuche

Mit der künstlerischen Intervention LIVING LAYERS von Nando Nkrumah will Sensing Sites – Dekoloniale Gedächtnissuche anregen, über Formen eines würdigen Gedenkens nachzudenken. Gedächtnissuche bedeutet, den Stadtraum nach Spuren zu erkunden, wo Erinnerung fehlt, und Geschichten sichtbar zu machen, die verdrängt wurden.

Ausgehend vom Alten Südlichen Friedhof macht die Installation die Geschichten von Menschen sichtbar, die im kolonialen Kontext des 19. Jh. entrechtet, verschleppt oder zur Schau gestellt wurden und deren Biografien mit München verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Geschichten von Cula, Akafede sowie Juri und Miranha. Wer waren diese Menschen? Woher kamen sie? Was ist ihnen passiert? Warum sind sie in München begraben?

Das Projekt richtet den Blick auf die bis heute wirksamen kolonialen Verflechtungen im Stadtraum und Formen widerständigen Erinnerns. Welche Geschichten bleiben im öffentlichen Gedächtnis und welche verschwinden?

Ausführliche Infos zum Programm finden sich hier.