Asháninka

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Solidarität und Regenwaldschutz

Die Asháninka sind mit ca. 80.000 Menschen das größte Regenwaldvolk in Peru. Der Regenwald und damit die Asháninka sind akut bedroht.

Bedroht wird die Lebenswelt der Asháninka und anderer indigener Völker durch oft rücksichtslose Ausbeutung von Rohstoffen (wie Erdöl, Edelhölzer, Gold), durch geplante Großprojekte (wie Staudämme, Palmölplantagen) sowie durch Neusiedler ohne Regenwaldkenntnis. Dagegen leisten die Indigenen Widerstand. Denn wenn der Wald zerstört ist, ist ihre Lebensgrundlage zerstört und damit ihre Kultur stark gefährdet.

Und die grüne Lunge der Welt bekommt noch mehr Risse.

Unser Arbeitskreis unterstützt deshalb die Asháninka und ihre Organisationen in folgenden Bereichen:

  • Sicherung von Landtiteln und somit Bewahrung des Regenwaldes
  • Verbesserung der Bildungs- und Gesundheitssituation
  • Wiederaufforstung bereits zerstörter Gebiete
  • umweltschonender Anbau von Nahrungsmitteln und Schaffung von Einkommensquellen
  • Verschaffung von politischem Gehör und effektiver Mitsprache

Unsere Unterstützung geschieht im Dialog und in Absprache mit Dorfgemeinschaften und Zusammenschlüssen der Asháninka im zentralen Regenwald Perus. Denn, was sie am meisten benötigen, sind uneigennützige Diskussionspartner und Aufmerksamkeit, damit sie nicht einfach von Wirtschaft und Politik verdrängt und übergangen werden können.

Das bedeutet, dass wir in erster Linie Öffentlichkeitsarbeit betreiben, um die Situation der Asháninka in München bekannt zu machen und dass wir versuchen, ideelle und auch finanzielle Unterstützung für ihre Projekte zu organisieren, die hier wie dort transparent gemacht wird.

Der Arbeitskreis München-Asháninka des Nord Süd Forums München e.V. wurde mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN 2013 in der Kategorie „Internationale Partnerschaften“ ausgezeichnet.

In München arbeiten wir eng mit der Kommune zusammen, vor allem mit dem Referat für Gesundheit und Umwelt, da die Landeshauptstadt seit 1997 im Rahmen des Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder eine Klimapartnerschaft mit den Asháninka verbindet.


Mitarbeit

Der AK München-Asháninka ist zwar offen für Themen indigener Völker und Regenwaldfragen, aber nur für Leute interessant, die sich für die Asháninka und eine lebendige Partnerschaft mit ihnen einsetzen wollen. Der Arbeitskreis trifft sich ca. alle zwei Monate um seine Aktivitäten zu planen.

Wir freuen uns auf neue und tatkräftige Mitstreiterinnen und Mitstreiter!

Der Arbeitskreis kann unter AKMA@nordsuedforum.de oder über die Geschäftsstelle des Nord Süd Forum München kontaktiert werden.


Publikationen

Der Regenwald-Foto-Kalender 2020 – Baustein der Klimapartnerschaft München-Asháninka

Der beliebte Wandkalender Klimapartnerschaft München – Asháninka für das Jahr 2020 ist da. Hier gibt es mehr Informationen.

 Selbstdarstellung mit Informationen zur Regenwald-Partnerschaft

Factsheet „Bergbau auf Kosten indigener Völker – Rohstoffausbeutung im peruanischen Regenwald“ (2019) der Kampagne Bergwerk Peru.


Comic „Die Geschichte vom alten Jaguar“

Diese Geschichte, in Text und Bild erzählt von Juan Acevedo, ist nicht erfunden.

Sie schildert eine Situation, die viele indigene Völker in den Amazonas-Anrainerländern erleben, und die während seines Aufenthalts bei den Asháninka im peruanischen Regenwald immer wieder thematisiert und beklagt wurde: die fortschreitende Zerstörung des Waldes – insbesondere durch Abholzung — und die Verfolgung derer, die sich dagegen wehren.

Das Projekt, an einem konkreten Beispiel die zunehmenden Bedrohungen im Regenwald aufzuzeichnen, ist eingebunden in die langjährige Klimapartnerschaft Münchens mit dem indigenen Volk der Asháninka.

Bei Interesse bitte an akma@nordsuedforum.de wenden.


Bericht: Indigene gewinnen gegen Holzmafia – Freispruch nach 5 Jahren

P5310254_webBericht zur Verteidigung von drei Asháninka aus dem Dorf Nuevo Amanecer Haway vor dem Gericht in Satipo, die über die Partnerschaft Münchens mit den Asháninka unterstützt wurde.

Bericht Indigene gewinnen gegen Holzmafia 2016


Broschüre: Regenwaldschutz – Schutz für Klima und Mensch. 2015

Was hat unser Konsum mit dem Leben der Asháninka im peruanischen Regenwald zu tun?
Regenwaldschutz BroschüreIn der 40 seitigen Broschüre geht es um die Bedeutung des Regenwaldes für das globale Klima. Beschrieben werden internationale Konzepte für den Regenwaldschutz und deren Gewicht für das Volk der Asháninka, die Sicherung von indigenen Landrechten sowie die einhergehenden Probleme für die Asháninka durch den Ressourcenabbau im peruanischen Regenwald.

Die Broschüre gibt darüber hinaus wertvolle Tipps für Verbrauer*innen, wie sie Indigene beim Regenwaldschutz und Klimaschutz unterstützen können, gegen Landnahmen aktiv werden und die negativen Folgen des Ressourcenabbaus vermeiden können.
Hier gehts zum Download der Broschüre Regenwaldschutz


Abschlussbericht zum Projekt „Mindestrente für Asháninka“

Warten, warten, warten in der zuständigen Behörde
Warten, warten, warten in der zuständigen Behörde
 
 
 
Projektbericht Mindestrente für Asháninka als PDF


Broschüre: Regenwaldschutz – Schutz für Klima und Mensch

Münchens Partnerschaft mit dem Volk der Asháninka im peruanischen Regenwald.

Herausgeber Nord Süd Forum München in Kooperation mit der Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München. Im KlimaBündnis europäischer Städte mit den indigenen Völkern des Regenwalds bemühen sich derzeit rund 1.600 Städte und Landkreise mit vereinten, transnationalen Kräften um den Erhalt der grünen Lunge der Erde. Im Rahmen des KlimaBündnis ist die Stadt München 1997 eine Partnerschaft mit den Asháninka eingegangen. Diese Partnerschaft zwischen unterschiedlichen aber gleichwertigen Partnern ist ungewöhnlich, spannend und erfolgreich – ein gelungenes Beispiel dafür, was gute Zusammenarbeit Kommune / Bürgerschaft bewirken kann.
Die Broschüre gibt durch Informationen und Bilder eine Vorstellung von der Partnerschaft München – Asháninka und ihrem Nutzen sowie davon, warum Ihre Unterstützung geschätzt und gebraucht wird. (Kostenlos) Hier zum Download (PDF, 2,91 MB) .


Vom frechen Affen und ungleichen Brüdern 
Erzählungen und Weisheiten aus dem peruanischen Regenwald


Übersetzung ausgewählter Texte für Kinder und Erwachsene. Die Geschichten vermitteln einen Eindruck von der Lebenswelt und Weltsicht des Asháninka-Volkes.

56 Seiten A 5, illustriert, überarbeitete Neuauflage Mai 2017, herausgegeben vom Nord Süd Forum München e.V. in Kooperation mit dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München.

Download des Heftes „Vom frechen Affen und ungleichen Brüdern“ (PDF)

Brief an die Kinder in München

Inkite, ein Asháninka Mädchen im Alter von 12 Jahren,  schreibt einen Brief an die Kinder in München und gibt damit Einblick in ihr Leben und den Alltag in ihrem Dorf Sauriaki.

Download des Faltblatts hier.